Frankreichs Rock 'n' Roll-Star Johnny Hallyday ist tot

Vor allem in Frankreich wurde er wegen seiner Ausstrahlung und seiner rockigen Hits geliebt. Der Elvis Presley der Grande Nation füllte die Stadien des Landes wie kaum ein anderer Rockstar. "Johnny Hallyday ist gegangen". Johnny Hallyday hatte in den 60er-Jahren den Rock 'n' Roll nach Frankreich gebracht und wurde dort zum Superstar. Das bestätigte das französische Präsidentenbüro am Mittwochmorgen. Der Musiker starb im Alter von 74 Jahren. Emmanuel Macron ließ dazu verlauten: "In jedem Franzosen steckt etwas von Hallyday". Er galt bis zuletzt als einer der größten Stars im französischen Showbusiness. Vielen Franzosen aber war der Altrocker mit seiner Selbstdarstellung und seinem Jugendwahn auch peinlich. Sein künstlerisches Schaffen spannte sich über mehr als fünf Jahrzehnte und acht Präsidenten hinweg.

Das hat seine Frau Laeticia auf Twitter mitgeteilt. Der Star hatte seit längerer Zeit an Lungenkrebs gelitten. Nach der Trennung seiner Eltern kümmerte sich eine Tante um den Jungen.

Neben Macron war Celine Dion unter den ersten Prominenten, die ihr Beileid bekundete.

Hallydays schillernde Bühnenpräsenz wurde von Sängern wie Elvis deutlich geprägt. Mit Songs wie "Quelque chose de Tennessee", "Oh, ma jolie Sarah" oder "Je t'aime" schwankte er musikalisch zwischen Joe Cocker, Elvis Presley und Georges Brassens. "Von Johnny Hallyday werden wir weder den Namen, noch die Schnauze oder die Stimme vergessen", heißt es. "Er hat uns diese Nacht verlassen, wie er sein ganzes Leben lang gelebt hat: mit Mut und Würde", erklärte seine Ehefrau.

Von seiner sanften Seite zeigte sich Hallyday vor allem bei Gesprächen über seine Kinder, etwa die aus Vietnam adoptierten Töchter Jade und Joy. Er hinterlässt zwei weitere Kinder, darunter den gemeinsamen Sohn mit Vartan, Dave, und Laura Smet. "Ich bin nur ein einfacher Mann", sagte er in einem Interview vor elf Jahren mit dem Fernsehsender France 3.

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