Französischer Konzern Lactalis ruft Babymilchprodukte wegen Salmonellen zurück

Der französische Molkereikonzern Lactalis ruft wegen Salmonellengefahr weltweit Babymilchprodukte zurück, nachdem mehr als 20 Babys in Frankreich erkrankt sind. Fast 7000 Tonnen der Produktion könnten insgesamt betroffen sein.

Der französische Minister für Wirtschaft und Finanzen, Bruno LE MAIRE hat aus Sicherheitsgründen den Rückruf sowie einen Exportstopp für eine große Anzahl von Baby-und Kindernahrungsprodukten des Herstellers Lactalis angeordnet.

Vom Verzehr der Produkte aus der angegebenen Produktchargen wird dringend abgeraten. Bei der betroffenen Ware bestehe Salmonellen-Gefahr. Am Sonntag hiess es, möglicherweise seien die Salmonellen in einer Trocknungsanlage im Werk im zentralfranzösischen Craon vom 1. bis 6. Mai dieses Jahres aufgetreten. Die Produkte des Unternehmens werden weltweit verkauft, darunter auch in Deutschland, Pakistan und China. In der Schweiz verkauft das Unternehmen vor allem Käse der Marken Baer, Président, Galbani oder Salakis.

Laut Angaben des Molkereikonzerns wurde Lactalis schon Anfang Dezember von den französischen Behörden darüber informiert, dass Babymilchpulver mit Salmonellen verunreinigt sei.

Die Firma hatte daraufhin ein Dutzend Babymilchprodukte zurückgerufen.

Nachdem kürzlich erneut fünf Fälle gemeldet worden waren, beschlossen die französischen Behörden, den Verkauf und die Vermarktung mehrerer Produkte zu verbieten, die seit dem 15. Februar hergestellt wurden.

Eltern wurden dazu aufgerufen, das Milchpulver von Lactalis nicht mehr zu verwenden. Es handle sich vor allem um Produkte der Marken Milumel, Picot und Carrefour.

Die Beschwerden verschwinden in der Regel nach wenigen Stunden beziehungsweise Tagen von selbst.

Für Säuglinge, kleine Kinder, Senioren und Menschen mit geschwächtem Immunsystem kann der Flüssigkeitsverlust infolge von Durchfall und Erbrechen gefährlich werden.

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