General Electric In Berlin könnten viele Stellen gestrichen werden

Unter den leidtragenden Standorten ist einmal mehr Berlin.

Paris / Fairfield - Nach der Teilübernahme der französischen Alstom streicht der Siemens-Konkurrent General Electric in Europa einem Bericht zufolge 4.500 Stellen. Der Geschäftsführer der IG Metall Mannheim, Klaus Stein, ergänzte: "Die Ankündigung des GE Konzerns, europaweit tausende Arbeitsplätze abbauen zu wollen, ist weder strategisch noch betriebswirtschaftlich begründbar und dient alleine kurzfristiger Profitmaximierung von Aktionären".

Derzeit arbeiten dort etwa 800 der rund 1200 Beschäftigten an den drei Berliner GE-Standorten.

Das Unternehmen begründete die Einschnitte mit dem starken Preisdruck und der geringen Nachfrage nach konventionellen Kraftwerken.

GE-Deutschlandchef Alf Henryk Wulf betonte, dass man die Einschnitte so sozialverträglich wie möglich gestalten und mit den Arbeitnehmern beraten wolle.

Laut der Nachrichtenagentur Reuters ist allein in Europa ein Abbau von 4500 Stellen geplant, wobei angeblich Werke in der Schweiz, in Deutschland und in Grossbritannien betroffen sind. Der amerikanische Industrie-Riese steht auch wegen hausgemachter Probleme unter Druck und versucht, mit einem Konzernumbau die Wende zu schaffen. Erst vor wenigen Wochen hatte Siemens angekündigt, weltweit 6900 Stellen abzubauen, davon 870 in Berlin. Mit dem Kauf der Energiesparte von Alstom machte sich GE allerdings noch abhängiger vom schwankenden Öl- und Gasgeschäft. Im Einzelnen sehen die Planungen vor, dass in der Kraftwerkssparte Power & Gas rund 6100 Jobs weltweit wegfallen, davon 2600 in Deutschland. In Berlin und Mönchengladbach soll die Fertigung geschlossen werden. Im Lösungsgeschäft will Siemens die Standorte Erlangen und Offenbach zusammenlegen, wo und wie ist noch offen.

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