Klatsche für Scholz: Dreyer zu SPD-Vize gewählt

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat auf dem SPD-Parteitag das beste Ergebnis bei der Wahl der stellvertretenden Parteivorsitzenden erhalten.

Von wegen Bundespolitik: Hamburgs erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) hat Gerüchten über seinen möglichen Wechsel in die Berliner Bundespolitik eine klare Absage erteilt - ein Ministeramt käme für Scholz nicht in Frage. Ralf Stegner, Landesvorsitzender in Schleswig-Holstein bekam nur schwache 61,6 Prozent. Ein Antrag der Jusos, die Verhandlungen über eine neue Große Koalition grundsätzlich ausschließen wollten, bekam keine Mehrheit. Hessens SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel wurde mit 78,3 Prozent als Parteivize wiedergewählt.

Scholz hatte zuletzt Kritik am Kurs von SPD-Chef Martin Schulz geübt. Die SPD könne sich nach dem Jamaika-Scheitern aber nicht einfach davon stehlen.

Dreyer steht seit 2013 an der Spitze der Regierung in Rheinland-Pfalz. Er betonte: "Meine Pläne haben sich an dieser Stelle nicht verändert".

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