Minister: Bombenalarm von Potsdam galt DHL

Hinter der in Potsdam gefundenen und entschärften Paketbombe steckt eine Millionenerpressung gegen den Logistiker DHL. Der oder die Täter verlangten eine Millionensumme. Eine ähnliche Lieferung sei vor einiger Zeit in Frankfurt (Oder) bei einem Online-Händler aufgetaucht.

Der oder die Täter nähmen schwerste Verletzungen der Adressaten oder sogar deren Tötung billigend in Kauf, sagte Schröter. Es scheine sich nach bisherigen Erkenntnissen um regional agierende Täter zu handeln. Diese Tat sei besonders verwerflich. "Weitere solcher Sendungen sind nach jetzigem Ermittlungsstand wahrscheinlich".

Die Sicherheitsbehörden gehen davon aus, dass der oder die Täter weitere Sprengstoffbomben in Umlauf bringen werde, werde DHL nicht zahlen, wie Brandenburgs Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke sagte. Betroffenen seien bislang vor allem kleine Unternehmen. Die Polizei habe ein Hinweistelefon geschaltet.

Am Freitag war ein verdächtiges Paket bei einem Apotheker abgegeben worden, der direkt am Potsdamer Weihnachtsmarkt sein Geschäft hat.

Die Polizei ermittelt wegen versuchter räuberischer Erpressung und Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion, gab man bei einer Pressekonferenz am Sonntagnachmittag bekannt.

Die Sendung wurde von einem Postzustelldienst in einer Apotheke mitten in der Potsdamer Innenstadt zugestellt, darin befanden sich eine Blechbüchse mit Nägeln, Batterien sowie Drähte und ein verdächtiges Pulver. In der Gruppe arbeiten rund 25 Kriminalisten. Laut Mörke lag der Bombenattrappe ein Erpresserbrief bei. Die Nachricht sei also sogenannter QR-Code im Internet verschlüsselt worden, habe aber eindeutig rekonstruiert werden können.

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