Nach blutigem Rockerkrieg: Messerstecher muss ins Gefängnis

Ein 25-Jähriger muss ins Gefängnis.

Nach blutigen Kämpfen zwischen rivalisierenden Banden in Stuttgart und Ludwigsburg hat das Stuttgarter Landgericht ein Urteil gesprochen.

Verurteilt wurde der 25-Jährige wegen gefährlicher Körperverletzung, nicht wegen versuchten Totschlags, wie es in der Anklage stand. Dort gerieten zwei Männer, die der verfeindeten Gruppierung Osmanen Germania zugerechnet werden, ins Visier von etwa 20 Anhängern der kurdischen Bande. Es sind schon mehrere mehrjährige Haftstrafen gegen Anhänger beider Seiten verhängt worden. Die Staatsanwaltschaft sah Tötungsvorsatz und hatte sechs Jahre Haft gefordert. Auch der 25-Jährige soll ihn getreten haben. Der Mann überlebte schwer verletzt.

Die Tat gilt als Auslöser eines blutigen Racheakts der Kurden-Gang am Folgetag in Ludwigsburg. Der mutmaßliche Mittäter ist nach Angaben des Gerichts nach wie vor in der Türkei.

Ein anderer Mittäter wurde bereits zu vier Jahren Haft verurteilt.

Ein Mitglied der türkischnationalen Straßenbande Osmanen Germania muss in Haft.

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