Österreich kippt Pläne für absolutes Rauchverbot in Gaststätten

Darauf einigten sich die ÖVP und die FPÖ in ihren Koalitionsverhandlungen in Wien. ÖVP und FPÖ haben sich auf eine Raucherregelung geeinigt. Weltweit seien die Raucherquoten zurückgegangen, hätten zu besserer Gesundheit geführt, nur Österreich sei ständig gegen den Strom geschwommen. Tausende gefährdete Arbeitsplätze blieben bestehen, der Nichtraucherschutz insbesondere bei Jugendlichen werde verstärkt. "Traurigerweise hatte Österreich laut den OECD-Daten 1993 die höchste Raucherrate unter den 15-Jährigen, ebenso noch im Jahr 2013". Stattdessen werden Raucher nach wie vor in einem abgetrennten Bereich rauchen dürfen, die speziell gekennzeichnet sind. Auch solle es ein Rauchverbot in Autos geben, wenn Kinder und Jugendliche unter 18 im Wagen mitfahren. In der Alpenrepublik rauchen vor allem überdurchschnittlich viele Jugendliche. Am Sonntag hat die Steuerungsgruppe unter Vorsitz der Parteichefs Sebastian Kurz (ÖVP) und Heinz-Christian Strache (FPÖ) von Mittags bis zum frühen Abend u.a. über Steuern und direkte Demokratie gesprochen.

Die schon bisher geltenden Regelungen sehen vor, dass größere Gaststätten separate Raucherräume haben dürfen, solange im "Hauptraum" ein Verbot gilt. In kleinen Lokalen ist Rauchen erlaubt. Zudem gibt es Ausnahmegenehmigungen, wenn brand- oder denkmalschutzrechtliche Vorschriften die Abgrenzung eines Raucherraums verhindern.

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