Poco-Mutterkonzern bittet Geldgeber um Geduld

Der südafrikanisch-deutsche Konzern bat diese um Geduld und weitere Unterstützung, um die Liquidität sicher zu stellen. Seitdem wurden bis Ende vergangener Woche über Länder hinweg insgesamt Schuldtitel von Unternehmen im Volumen von 130,2 Milliarden Euro gekauft. Moody's stufte die Papiere auf Ramschstatus herunter. Die Investmentbank Moelis soll der Gesellschaft ebenso beratend zur Seite stehen, insbesondere in den anstehenden Gesprächen mit den Kreditgebern, wie die Management- und Strategieberatungsfirma AlixPartners, die bei den operativen Aktivitäten und der Liquiditätslage unterstützen soll. Zudem kündigte er am Sonntagabend an, bis zum Treffen mit den Geldgebern am 19. Dezember einen aktuellen Überblick über die Geschäftsentwicklung zu geben.

Hintergrund dieses dramatischen Kursverlustes waren bzw. sind Gerüchte um mutmaßliche Bilanzfälschungen in Europas zweitgrößtem Möbelkonzern hinter IKEA, der unter anderem auch Mutterkonzern der Poco-Einrichtungsmärkte ist. An der Frankfurter Börse legten die im Nebenwerteindex MDax enthaltenen Titel um mehr als 22 Prozent auf 58 Cent zu.

Diverse Manager sollen an den Zahlen gedreht haben - offenbar über einen längeren Zeitraum. Der Konzern hatte die Veröffentlichung der Geschäftszahlen wegen der Vorwürfe zuletzt verschoben.

Möglicherweise müssten auch die Zahlen früherer Jahre geändert werden. So wurde ein Board-Unterkomitee eingerichtet, welches ausschließlich aus unabhängigen und.

Auch der Chef der Afrika-Tochter Star nimmt seinen Hut.

Nach den deutschen Behörden durchleuchtet inzwischen auch die Börse in Südafrika das Unternehmen.

Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hatte bestätigt, dass sie Ermittlungen gegen Manager eines Möbelkonzerns aufgenommen hat.

Die Lage bei beim unter Bilanzfälschungs-Verdacht stehenden Konzern Steinhoff spitzt sich zu. Seit Mitte 2016 kauft die Europäische Zentralbank (EZB) Firmenanleihen.

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