Razzia! Polizei stürmt Häuser der Dynamo-Ultras

Mit einer Großrazzia sind Polizei und Justiz gegen Fans von Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden vorgegangen. Es seien aber auch Objekte in Brandenburg, Baden-Württemberg und der Schweiz betroffen, ist einer Mitteilung Staatsanwaltschaft Karlsruhe und des dortigen Polizeipräsidiums zu entnehmen.

Rund 20 Tatverdächtigen wird vorgeworfen, am 14. Mai 2017 mehrere Straftaten beim Zweitliga-Spiel ihres Vereins gegen den Karlsruher SC begangen zu haben. Damals waren ungefähr 1500 Dynamo-Fans als "Football Army" unter dem Motto "Krieg dem DFB" in Tarnkleidung zum Stadion marschiert. Insgesamt betrug die Zahl der zu Schaden gekommenen Personen 36. Zudem konnten unkontrolliert pyrotechnische Gegenstände ins Stadion gebracht werden, die während des gesamten Fußballspiels aus dem einheitlich uniformierten Gästeblock abgefeuert wurden. 33 Wohnungen und Geschäftsräume wurden am frühen Dienstagmorgen in einer konzertierten Aktion von Polizisten durchsucht.

Außerdem überrannte die selbsternannte Dynamo-Armee auf ein Signal hin "mit massiver Körpergewalt die Einlasskontrollen".

"Es wurden mehrere Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruch, gefährlicher Körperverletzung und Verstößen gegen das Versammlungsgesetz und Sprengstoffgesetz eingeleitet", erklärt die Staatsanwaltschaft Karlsruhe. Dabei wurde eine Vielzahl von Ordnern verletzt. Wer nicht in einheitlicher Uniform erschienen war, wurde "mit Körpergewalt hinausgedrängt", heißt es. Diese Strafe wurde allerdings zur Bewährung ausgesetzt.

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