Robert-Koch-Institut: Jeder zweite Deutsche erkrankt an Krebs

Ein durchwachsenes Bild zeigt der neue Bericht "Krebs in Deutschland", den Robert Koch-Institut und Krebsregister gemeinsam herausgegeben haben.

Die Krebsfälle in Deutschland häufen sich. Erarbeitet wird er vom Zentrum für Krebsregisterdaten (ZfKD) des RKI, das die Daten der Landeskrebsregister auf Bundesebene sammelt, und von der Gesellschaft der Epidemiologischen Krebsregister in Deutschland. Frauen sind nach wie vor am häufigsten von Brustkrebs betroffen, Männer am häufigsten von Prostatakrebs. Altersbereinigt hat die Zahl der Krebserkrankungen bei Frauen nur um drei Prozent zu- und bei Männern sogar um zehn Prozent abgenommen.

Jedes Jahr erkranken etwa 480.000 Menschen in Deutschland neu an Krebs. Nach Schätzungen des ZfKD lassen sich derzeit etwa 16 Prozent aller Krebserkrankungen in Deutschland pro Jahr dem Rauchen zuschreiben.

Für 2018 wird mit einem weiteren Anstieg der Zahlen gerechnet. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei Frauen bei 69 Jahren und bei Männern bei 70.

Bislang können die bundesweiten Neuerkrankungszahlen nur geschätzt werden, weil noch nicht aus allen Bundesländern flächendeckende, vollzählige Daten übermittelt werden.

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