Ärztekammer: Stigma HIV dpa, 30.11.2017 13:55 Uhr

Die aktuellen Ergebnisse zeigen, dass zwei Drittel der Befragten abstrakt keine Berührungsängste mit dem Thema HIV/Aids haben. Auch besteht ein hohes Bewusstsein in der Bevölkerung für die Thematik. Im vergangenen Jahr erhielten dort 160.000 Menschen die Diagnose "HIV-positiv".

Verunsicherung, Angst und Vorurteile in der Bevölkerung führen immer noch dazu, dass Menschen aufgrund Ihrer HIV-Infektion ausgegrenzt werden. "Umso wichtiger ist es, aufzuklären und gerade zum Welt-AIDS-Tag darauf aufmerksam zu machen, dass es beim positiven Zusammenleben ein Miteinander ohne Vorurteile und Ausgrenzung geben kann". Aufklärungsarbeit und das Wissen um den eigenen Immunstatus sind die notwendige Basis für eine nachhaltige Bekämpfung von HIV und Aids. Die teilt die Aids-Hilfe Saar mit.

Für Deutschland schätzt das Robert-Koch-Institut, dass sich letztes Jahr etwas mehr als 3.000 Menschen mit HIV infiziert haben. Sie zeigen, dass man mit HIV ein normales Leben führen und ohne Ängste zusammen leben kann.

Die Plakataktion zum Welt-AIDS-Tag wird unterstützt vom Fachverband Außenwerbung e. V. (FAW). Sie können mit wenigen Ausnahmen in nahezu jedem Beruf arbeiten und ihr Leben gestalten wie andere Menschen mit einer chronischen Erkrankung auch.

In der Repräsentativbefragung "Einstellung der Bevölkerung zum Thema Leben mit HIV" wurden 1.012 Bundesbürgerinnen und Bundesbürger ab 16 Jahren im August 2017 befragt. In kurzen Videos kommen Menschen mit HIV zu Wort.

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