SPD-Chef Martin Schulz erwägt neues Koalitionsmodell für eine GroKo

Berlin Im Streit um Schwarz-Rot schlägt SPD-Chef Schulz ein neues Modell vor: Er will nur bestimmte Projekte im Koalitionsvertrag verankern. Im Unterschied zur bisherigen Großen Koalition sollen nur bestimmte Kernprojekte im Koalitionsvertrag genau definiert und vereinbart werden.

In der SPD wird angesichts des Widerstands gegen eine große Koalition eine bislang noch nicht da gewesene Form der Regierungszusammenarbeit geprüft.

So könnten auch aktuelle Strömungen in der Gesellschaft in den vier Jahren einer solchen Regierungskooperation aufgenommen werden, erläuterte Schulz demnach. Die SPD erhofft sich, dass so den Wählern klarer wird, wer für welches Projekt steht und auf wessen Betreiben es durchgesetzt wurde.

Spekulationen über eine Minderheitsregierung der Union, wie sie auch aus den eigenen Reihen geäußert wurden, trat Merkel erneut entgegen.

In der SPD wird heute der Koalitionsvertrag mit der Union von 2013 kritisch gesehen.

Am Mittwoch treffen sich die Vorsitzenden der CDU, CSU und SPD, um über eine Regierungsbildung zu sprechen.

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