Steam: Bitcoins werden nicht mehr als Zahlungsmittel akzeptiert

"Dadurch entstand ein Problem für Kunden, die Spiele mit Bitcoin einkaufen möchten", so Valve. Wenn dieser nun zu wenig Bitcoin überwiesen hat, muss Valve eine Nachzahlung fordern, die jedoch mit weiteren Transaktionskosten verbunden ist. Denn Transaktionen im Bitcoin-Netzwerk nehmen immer mehr Zeit in Anspruch und Dienstleister garantieren nur für kurze Zeit, dass der zum Anstoß der Überweisung aktuelle Kurs auch wirklich gehalten wird. Letzterer hat nicht nur einen erheblichen Anstieg in den letzten Wochen und Monaten nachzuweisen, sondern kann zudem auch nicht von Valve beeinflusst werden. Im Vergleich dazu betrug diese Gebühr bei der Einführung von Bitcoin auf Steam nur 0,20 US-Dollar.

Vor zwei Jahren wurde Bitcoin als zusätzliche Zahlungsmethode auf Steam eingeführt. Die hohen Transaktionsgebühren verursachen noch größere Probleme, wenn der Wert von Bitcoin selbst dramatisch abfällt. In beiden Fällen wird der Benutzer erneut mit der Bitcoin-Netzwerktransaktionsgebühr belastet. Beides führt zu Problemen mit Kunden. Da die Transaktionsgebühr derzeit so hoch ist, ist es nicht möglich, den Betrag zu erstatten oder den noch ausstehenden Betrag vom Kunden einzufordern (was wiederum das Risiko einer Unterzahlung birgt, je nachdem, wie sehr sich der Wert von Bitcoin ändert während das Bitcoin-Netzwerk die zusätzliche Zahlung bearbeitet).

"Leider ist es momentan nicht tragbar, Bitcoin als Zahlungsoption zu unterstützen". Die Streichung von Bitcoin als Zahlungsmethode ist allerdings auch nicht in Stein gemeißelt.

Wie die Verantwortlichen von Valve bekannt gaben, reagierten sie auf die Entwicklung der letzten Wochen und entschlossen sich dazu, Bitcoins zukünftig nicht mehr als Zahlungsmittel auf der hauseigenen Gaming- und Vertriebsplattform Steam zu akzeptieren.

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