Tote bei Protesten im Iran

"Wir rufen alle Nationen dazu auf, das iranische Volk und seine Forderungen nach Grundrechten und einem Ende der Korruption öffentlich zu unterstützen", teilte das US-Außenministerium in der Nacht zum Samstag in Washington mit. Am Samstag griffen die Proteste, die zuvor in mindestens neun iranischen Städten stattgefunden hatten, auch auf die Hauptstadt Teheran über.

Die Proteste hatten am Donnerstag in der Stadt Maschhad begonnen. Dieses sei, was die iranische Führung "am meisten fürchtet neben der großen militärischen Macht der Vereinigten Staaten".

Der Vize-Gouverneur betonte, die Sicherheitskräfte hätten nicht auf die Demonstranten geschossen.

Die BBC veröffentlichte Videos aus sozialen Medien, auf denen brennende Barrikaden in Teheran zu sehen sind. Dabei ist es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen.

Laut iranischen Medien sagte der Sicherheitschef im Gouverneursamt, Habibollah Chodschasteh, es gebe Hinweise auf eine Beteiligung der Terrormiliz IS. Die Echtheit der Aufnahmen konnte zunächst aber nicht überprüft werden.

Bei den regierungskritischen Protesten im Iran sind nach Behördenangaben zwei Menschen getötet worden. Die Proteste richteten sich ursprünglich gegen die hohe Arbeitslosigkeit und Preissteigerungen, später jedoch auch gegen die Regierung und Staatspräsident Hassan Rouhani. Im Iran gebe es demokratische Kanäle, über die das Volk legitime Forderungen erheben könne, fügte Ghassemi hinzu.

Die USA haben die Länder der Welt zur Unterstützung der Proteste im Iran aufgerufen.

Angesichts der andauernden Proteste kündigte der iranische Innenminister am Sonntag ein entschiedenes Vorgehen an. Das Innenministerium sei aber bereit, Anträge zu friedlichen Demonstrationen zu prüfen, sagte er.

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