Unheimliche Entdeckung: 13-Jährige findet Grabstein ihres Opas im Freizeitpark

Dort stand der Name ihres 1996 gestorbenen Großvaters samt der Lebensdaten. Lehmanns Horror Lazarett im bayrischen Freizeitland Geiselwind sorgen Schauspieler und eklige Attrappen dafür, dass sich die Besucher so richtig gruseln. Die Enkelin sei völlig außer sich gewesen.

Sie habe den Opa zwar nicht persönlich gekannt, sich ihm aber durch die Erzählungen der Familie sehr verbunden gefühlt und auch regelmäßig das Grab gepflegt. Auch der Witwe bereitete diese Nachricht schlaflose Nächte. Sie habe lange gebraucht, um den frühen Tod ihres Mannes zu verarbeiten, und jetzt käme alles wieder hoch, sagte sie gegenüber "inFranken.de". Rund 130 Euro zahlte sie dafür.

Steinmetz sollte Grabstein entsorgen. Der Ärger über dieses Vorgehen lässt der Witwe keine Ruhe. Sie fühle sich betrogen und glaube, das Andenken ihres Manns werde durch die öffentliche Zurschaustellung in den Schmutz gezogen. Und vielleicht hätte dann niemand etwas von der makabren Inszenierung mitbekommen.

Der Steinmetz hat ihr inzwischen das Geld für die Entsorgung zurückgezahlt. Er behauptet zudem, dass ihm vom Freizeitpark zugesichert worden sei, dass die Inschriften des Steins unkenntlich gemacht werden. Parkleiter Matthias Mölter, der den Park seit Anfang 2017 leitet, widerspricht dem allerdings. Sechs Lastwagen voller Material kamen damals auf einmal an - ob damals auch die Grabsteine mitgeliefert wurden, wisse er nicht. Der hatte den Stein offenbar weiterverkauft, ohne die Beschriftung aus Metall zu entfernen.

"Ein solcher Fall ist mir noch nicht untergekommen, das ist ja mehr als pietätlos und makaber", staunt Thorsten Seebach, Sprecher der Staatsanwaltschaft Würzburg. Nach der Anzeige der Witwe ermitteln die Polizeiinspektionen in Lichtenfels und in Kitzingen in der Sache. Ermittelt werde gegen den Betreiber des Freizeit-Lands als Verantwortlichem.

Dem Steinmetz sei wohl kein Betrug anzulasten, da er das Geld ja zurückgezahlt habe. Tatverdacht: Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener. Denn vor dem Horrorhaus "Dr". Die Polizei ermittelt, wer der Vorbesitzer ist.

Die Inschriften sämtlicher Grabsteine neben dem Horrorhaus wurden auf Weisung er Staatsanwaltschaft mittlerweile entfernt. Denkbar wären allerdings Auflagen zur Entfernung im Zuge des Verfahrens. Für die Witwe ein unhaltbarer Zustand - sie appelliert an den Anstand des Betreibers, die Steine endlich vollständig abzubauen.

Ausgabe: