Wechsel im ZF-Aufsichtsrat soll wieder Ruhe bringen

Franz-Josef Paefgen wird neuer Vorsitzender des ZF-Aufsichtsrats. Paefgen ist seit 2008 Mitglied des Gremiums. Behrs abruptem Abschied war ein interner Streit um die Geschwindigkeit, mit der sich ZF dem Wandel in der Autoindustrie stellt, vorausgegangen. Eigentlich wollte Behr das Amt zur Hauptversammlung im März niederlegen. Aus dem Umfeld des Unternehmens hieß es, Behr habe Veränderungen nicht im Wege stehen wollen. Vonseiten der Eigentümer, der Zeppelin-Stiftung, die 93,8 Prozent der Anteile hält, und der Ulderup-Stiftung, der die restlichen Anteile gehören, sei Sommer aber zum Rücktritt aufgefordert worden. Brand begrüßte die Berufung Paefgens "mit seiner ausgewiesenen Expertise". Paefgen war seit 1976 in verschiedenen Führungspositionen in der Autoindustrie tätig, vor allem im VW-Konzern. Der arbeitete schon bei Audi, Bentley und Bugatti.

ZF habe in den vergangenen Jahren eine hervorragende Entwicklung genommen und die Herausforderungen der Automobilindustrie mit einer Langfrist-Strategie erfolgreich angenommen, sagte Paefgen laut Mitteilung. Dieser Kurs solle fortgesetzt werden: "Es ist wichtig, dass jetzt wieder Ruhe einkehrt und wir uns auf das Geschäft und den anstehenden Transformationsprozess in der Automobilindustrie konzentrieren". Die nächste reguläre Sitzung des Aufsichtsrats findet am 12. Dezember statt.

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