'Zerschlagung des Konzerns überhaupt kein Thema'

"Eine Zerschlagung des Konzerns ist überhaupt kein Thema", sagte Lehner dem "Handelsblatt".

Der Aufsichtsratschef von Thyssenkrupp, Ulrich Lehner, hat sich gegen eine Aufspaltung des Industriekonzerns ausgesprochen.

Zugleich gibt es aber Unruhe unter den Investoren: Der Finanzinvestor Cevian hatte Ende November sogar eine Zerschlagung von ThyssenKrupp gefordert: Die Einzelteile des ThyssenKrupp-Konglomerats seien mehr wert als der Gesamtkonzern, so Cevian-Gründer Lars Förberg. Lehner betonte, im Jahr 2014 habe der Aufsichtsrat dieses Thema analysiert.

Der Aufsichtsratschef kritisierte die Öffentlichkeitspolitik von Cevian-Gründer Förberg.

Thyssenkrupp Aufsichtratschef Ulrich Lehner lehnt Konzern Aufspaltung
Ulrich Lehner Aufsichtsratschef von Thyssenkrupp

Deutliche Kritik übte Lehner an Cevian: "Wenn sich ein Aktionär in der Art und Weise öffentlich positioniert, dann schadet das dem Unternehmen".

Um Thyssenkrupp zukunftssicher zu machen, soll unter anderem der Stahlbereich mit Tata Steel Europe verschmolzen werden, wogegen die Gewerkschaften protestieren. Er hätte sich gewünscht, offen und konstruktiv miteinander zu reden - zum Wohle des Unternehmens An diesem Dienstag will Lehner zusammen mit Vorstandschef Heinrich Hiesinger turnusgemäß mit Vertretern von Cevian zusammentreffen.

Wetzel forderte den Konzern auf, noch vor Weihnachten im Detail darzulegen, was eine Fusion für die deutschen Standorte und ihre Beschäftigten bedeutet.

Thyssenkrupp-Chef Hiesinger hatte erst vor wenigen Tagen gesagt, dass die geplante Fusion aus Sicht des Unternehmens absolute Priorität genießt. Die Zustimmung der Arbeitnehmer zur Stahlfusion ist nicht zwingend notwendig. Hiesinger setzt allerdings darauf, eine "gute Lösung" zu finden.

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