AKW Gundremmingen geht vom Netz

Nach dem für Sonntag geplanten Abschalten des Reaktors verbleiben in Deutschland noch sieben weitere Reaktoren, die nach dem Atomgesetz bis spätestens Ende 2022 ebenfalls nach und nach abgeschaltet werden. Knapp 34 Jahre produzierte Block B Strom, die Betriebsgenehmigung endete am Silvestertag 2017.

Das Kernkraftwerk in Gundremmingen war der letzte Standort in Deutschland mit noch zwei aktiven Reaktoren. Sie war nach der Katastrophe im japanischen Fukushima 2011 beschlossen worden, so wie bei allen anderen bundesrepublikanischen damals noch aktiven Atomkraftwerken. Nach Gundremmingen B soll den Plänen zufolge als nächstes das Akw Philippsburg 2 in Baden-Württemberg bis Ende 2019 vom Netz gehen. Es sei der gleiche Reaktortyp wie in Fukushima und die verwendeten Mox-Brennelemente enthielten besonders viel gefährliches Plutonium, sagt der Bund Naturschutz in Bayern. Die Atomkraft sei ein "technologischer Irrweg". "Wir haben im Gegenteil sogar gigantische Stromüberschüsse". Sie werden morgen Mittag bei einer Mahnwache am Kraftwerk auch das sofortige Aus für den Block C fordern. Der Rückbau von Block B soll übrigens in Kürze beginnen. Der baugleiche Block C bleibt bis 31. Dezember 2021 in Betrieb.

Fakten zum AKW Gundremmingen
2/3 Fakten zum AKW Gundremmingen

Nach Angaben des bayerischen Umweltministeriums steht aber noch nicht fest, wann die Abbaugenehmigung erteilt wird. Das Kernkraftwerk gehört zu 75 Prozent zum RWE-Konzern, der Rest zum Eon-Konzern.

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