Apple hat 136 Mio. Pfund Steuerschuld in England

Apples Tochterfirma Apple Europe wird in Großbritannien zur Kasse gebeten und soll rund 153 Millionen Euro (136 Millionen Pfund) Steuern nachzahlen.

IT-Firmen wie Apple stehen oft wegen ihres komplexen Firmengeflechts in der Kritik, das offensichtlich ausschließlich der Steuerersparnis dient. So gehören zu Apple neben Apple Europe mit Sitz in London auch Schwesterfirmen in Irland, die untereinander Finanztransaktionen abwickeln. Dabei bezahlt etwa eine irische Firma die britische für Aufgaben wie Marketing, Sales und Finanzdienstleistungen.

Laut einem Bericht der Financial Times bemängelt jetzt das britische Finanzamt HM Revenue & Customs (HMRC), dass die britische Tochter für ihre Tätigkeiten in den letzten Jahren viel zu geringe Zahlungen erhalten habe - und verlangt von Apple nun, 136 Millionen Pfund Steuern nachzuzahlen. "Apple zahlt alles, was wir gemäß den Steuergesetzen in den Ländern, in denen wir aktiv sind, schuldig sind". Das Unternehmen erwirtschaftet im Apple-Imperium in Großbritannien seine Umsätze unter anderem über Marketing-Services. Der Gewinn vor Steuern lag laut Financial Times in den 18 Monaten bis April 2017 bei knapp 300 Millionen Pfund. Die britische Steuerbehörde wollte die Nachzahlung indes nicht kommentieren und betonte, dass sie stets alle ausstehenden Steuern von multinationalen Konzernen einfordere. Denn dem Report zufolge soll der iPhone-Gigant in den Märkten außerhalb der Vereinigten Staaten im Jahr 2015 lediglich sechs Prozent Steuerabgaben gezahlt haben. Im Vergleich mit den von der Europäischen Union geforderten 13 Milliarden Euro für Irland nimmt sich diese Summe aber eher bescheiden aus. Erfahren Sie in unserem Webinar, warum HPE-Server die sichersten Industrie-Standard-Server der Welt sind und wie Sie ihr Unternehmen zu mehr Agilität verhelfen.

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