Apple wird Nutzer die iPhone-Drosselung abschalten lassen

Da sich Apple immer auf die Nutzererfahrung konzentriere, habe man das Gefühl gehabt, es sei besser, lieber die Leistung der iPhones etwas zurückzufahren, als einen Neustart genau dann zu riskieren, wenn man einen wichtigen, flüchtigen Moment mit der Kamera aufnehmen wollte oder gar einen Notruf absetzen müsse.

Es kommt nicht oft vor, dass Apple direkt auf Nutzer-Wünsche eingeht.

Die heimlich und längere Zeit ohne jegliche Kommunikation durchgeführte Taktdrosselung bei älteren iPhones mit schwächerem Akku hat Apple inzwischen viel Ärger bereitet, nicht nur bei Kunden, sondern auch durch immer mehr Sammelklagen weltweit und Untersuchungen durch Regierungsbehörden. So hat Apple-Chef Tim Cook jetzt in einem Interview mit "ABC News" ein Update für Februar angekündigt, das Schluss mit der Heimlichkeit macht und dem Nutzer die Entscheidungsfreiheit gibt.

So ließ der Apple-CEO wissen, dass es in Zukunft eine Option geben wird, die Drosselung zu deaktivieren. Technisch löst die Aktualisierung das Problem alternder Batterien allerdings nicht.

Ab nächsten Monat sollen daher zunächst Entwickler ein Feature erhalten, mit dem der Zustand des Akkus klar zu sehen ist. Eine Deaktivierung der Drosselung war nicht geplant.

Cook empfiehlt allerdings, die iPhone-Drosselung nicht abzuschalten. Das ist eine gewagte Aussage, selbst wohlinformierte US-Websites wie "9to5Mac" oder "Redmond Pie" haben davon nichts mitbekommen. Angesichts der juristischen Situation von Apple in den USA ist Cooks Ausrede allerdings verständlich.

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