Bayer verkauft Covestro-Aktien für 1,8 Milliarden Euro

Frühestens nach 90 Tagen kann Bayer nun weitere Aktien abstossen.

München (Reuters) - Bayer trennt sich von einem weiteren milliardenschweren Paket von Covestro-Aktien. In Summe brachte der Verkauf 1,8 Milliarden Euro ein, mehr als geplant, denn ursprünglich war Abgabe von nur 18 Millionen Covestro-Papieren angekündigt. Derzeit liegt der von Bayer direkt gehaltene Anteil an Covestro bei 24,6 Prozent, der Bayer Pension Trust hält weitere 8,9 Prozent.

Bayer forciert den Ausstieg bei seiner ehemaligen Kunststoff-Tochter Covestro. Ziel des Konzerns ist es, sich mittelfristig komplett aus Covestro zurückzuziehen, der als Dax-Kandidat gilt. Am Freitag erreichten die Papiere ein Allzeithoch von 89 Euro, am Mittwoch beendeten sie den Xetra-Handel knapp darunter. Euro in den Markt gegeben werden.

Bayer platzierte die Covestro-Papiere zu je 86,25 Euro - das bedeutete einen Abschlag von zweieinhalb Prozent auf den Schlusskurs vom Vortag. Das ist für eine derart grosse Transaktion ein vergleichsweise moderater Rabatt. "Mit hohen Erträgen aus Covestro-Anteilsverkäufen könnte Bayer die Kapitalerhöhung reduzieren", erklärte Analyst Peter Spengler von der DZ Bank.

Bayer ist im Umbruch: Momentan arbeiten die Leverkusener an der größten Übernahme der Firmengeschichte, dem Kauf des US-Agrochemiekonzerns Monsanto.

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