Bericht: Am BER fehlt bis zu eine Milliarde Euro

Bis zu eine Milliarde Euro sollen nach ersten Schätzungen für die Inbetriebnahme und den Ausbau des Berliner Hauptstadtflughafens BER fehlen. Einen entsprechenden Finanzbedarf teilte die BER-Geschäftsführung demnach dem Aufsichtsrat vor Weihnachten mit. Ein BER-Sprecher wollte das nicht kommentieren. Allein die Kosten für den Baustellenbetrieb und die Einnahmeausfälle beliefen sich auf rund 25 Millionen Euro pro Monat. Weitere Millionen seien für Anträge zur Fertigstellung und zum Ausbau zu kalkulieren. Er verwies auf Nachfrage auf eine Aufsichtsratssitzung im März, bei der über die Finanzierung entschieden werde. Damals hatte der Chef der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg, Engelbert Lütke Daldrup, bereits angekündigt, durch die abermals verzögerte Eröffnung des Airports werde zusätzliches Geld gebraucht, worüber der Aufsichtsrat im März beraten werde. Davon könne das Unternehmen maximal 400 Millionen selber stemmen.

Die Gesellschafter - Berlin, Brandenburg sowie der Bund - seien sich uneinig, wie die Flughafengesellschaft den restlichen Bedarf finanzieren solle. Das seien rund 750 Millionen Euro bis zur geplanten Eröffnung im Oktober des Jahres 2020. Bei Baubeginn im September 2006 war von 2,5 Milliarden Euro die Rede, zuletzt dann von rund 6,6 Milliarden Euro. Sämtliche Eröffnungstermine kippten seitdem jedoch, weil Planungsfehler, Baumängel und Technikprobleme abzuarbeiten sind.

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