BVB-Fans boykottieren Bundesligaspiel

Osnabrück. Ultragruppen und Fans von Borussia Dortmund haben angekündigt, das Montagsspiel gegen den FC Augsburg am 26. Februar boykottieren und die Karten verfallen lassen zu wollen.

"Für fangerechte Anstoßzeiten": Die Südtribüne protestierte schon mehrfach gegen Montagsspiele.

Die Einführung von Montagsspielen auch in der Bundesliga sei "ein weiterer großer Schritt hin zum Ausverkauf des Fußballs und der negative Höhepunkt der sukzessiven Spieltagszerstückelung in den vergangenen Jahren, die ausschließlich vom Profitstreben der Vereine, Verbände und TV-Sender vorangetrieben wird", teilte das aus mehreren BVB-Fanclubs bestehende Bündnis mit. "Für uns ist der Punkt erreicht, an dem die Grenze des Hinnehmbaren endgültig überschritten ist und wir die irrwitzige Entwicklung der Anstoßzeiten nicht mehr mitmachen!"

Bisher wurden, neben der Partie zwischen Dortmund und Augsburg, die Spiele von Eintracht Frankfurt gegen RB Leipzig am 19. Februar (23. Spieltag) sowie Werder Bremen gegen den 1. FC Köln am 12. März (am 26. Spieltag) auf einen Montag terminiert.

Seltsame Aktion in der Kabine von Borussia Dortmund: Womit hat Aubameyang diese fiese Strafe verdient? Ultras und Fans vom BVB wollen das Heimspiel boykottieren.

Das BVB-Fanbündnis umfasst inzwischen 2261 Mitglieder. Die meisten sind seit vielen Jahren bei jedem Heimspiel im Signal-Iduna-Park anwesend, wie es auf der Homepage heißt. Das soll sich nun für ein Spiel ändern: "Schweren Herzens, aber aus Überzeugung, haben wir uns dazu entschlossen, unsere Karten an diesem Tag verfallen zu lassen", schreiben sie. Die Montagspartie der 2. Liga wird dann auf Samstag verschoben.

Der Boykott richte sich "in keiner Weise gegen die Mannschaft".

Dabei denken die BVB-Fans auch an die Gäste aus Augsburg: "Die Augsburger müssen an einem Montag fast 600 Kilometer abspulen, um ihre Mannschaft in Dortmund unterstützen zu können. Für Arbeitnehmer gehen dafür gut und gerne zwei Urlaubstage drauf, will man am Morgen nicht total übermüdet auf der Arbeitsstelle erscheinen".

Aus diesem Grund haben sich die verschiedenen deutschen Fanszenen mit ihren Forderungen kürzlich an die DFL und den DFB gewendet.

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