China hängt bei Elektroautos den Rest der Welt ab

Das bekommen auch Deutschland und die USA zu spüren, die im Vergleich mit der asiatischen Großmacht weit hinterherhinken.

China hängt den Rest der Welt in Sachen Elektro-Autos ab.

Global betrachtet gehen die Forscher in einem optimistischen Szenario von einem E-Anteil von einem Viertel an den Neuzulassungen im Jahr 2025 aus - in einer konservativen Schätzung von 12 Prozent.

"China setzt seine Rolle als globaler Taktgeber der E-Mobilität unbeirrt und mit zunehmender Dynamik fort", sagt Bratzel. "Vielmehr spielen industriepolitische Motive eine Hauptrolle wie die Unabhängigkeit von Ölimporten und die Herausbildung von global tätigen Automobilherstellern und Zulieferern mit Elektrokompetenz aus China".

In Deutschland sorgte 2017 die zunehmende Diskussionen über Fahrverbote für Dieselautos erstmalig für eine "starke Belebung" des E-Automarktes, wie die Studienautoren erklärten. Dennoch: Zwar konnten 2017 mit fast 54.500 Elektroautos 117 Prozent mehr verkauft werden als ein Jahr zuvor, aber Deutschland - und Europa - hinken weiter hinterher.

Die Bundesregierung ist vom Ziel, bis 2020 eine Million Elektromobile auf die Straßen zu bringen, meilenweit entfernt.

Zu wenig Ladestationen in NorwegenEIn Norwegen fehlt es an Ladestationen.

Allerdings wachsen die Verkaufsziffern deutlich schneller als die norwegische Ladeinfrastruktur. So warnte die Elektrowagenvereinigung in Oslo unlängst davor, sich einen Stromer anzuschaffen, wenn es nicht die Möglichkeit gebe, diesen zu Hause zu laden. Durch finanzielle Vorteile wie den Wegfall der Mehrwertsteuer, Importsteuer und Kfz-Steuer, sind Stromer dort oft günstiger, als Autos mit Verbrennungsmotor. Doch auch alternative Antriebe profitieren.

Hinter China und den USA liegt beim E-Auto-Absatz weltweit nach wie vor Norwegen auf Platz drei. Die derzeit geringen Marktanteile sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass ein "massiver Umbruch der Antriebstechnologien" in den nächsten 10 bis 15 Jahren bevorstehe.

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