Chinas Wirtschaft wächst dreimal so schnell wie die deutsche

Chinas Wirtschaft ist im vergangen Jahr wieder stärker gewachsen. 2017 legte das Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr um 6,9 Prozent zu, wie die Statistikbehörde am Donnerstag mitteilte. Damit hat sich das Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft erstmals seit 2010 wieder beschleunigt. Die Entwicklung fiel damit besser aus als von den Statistikern vorherberechnet. Nur drei Jahre vor dem 100. Geburtstag der Kommunistische Partei sei die Führung nicht bereit, mit schwachen Wachstumsraten die Stimmung zu trüben. Doch im vergangenen Jahr zog der zuvor schwächelnde Außenhandel wieder an und auch der Bausektor boomt dank sprudelnder Kredite. Ein Jahr zuvor waren es 6,7 Prozent gewesen.

"Das größte Problem bleiben die Schulden", sagte der Pekinger Wirtschaftsprofessor Hu Xingdou der Deutschen Presse-Agentur.

Die Volksrepublik hat aber auch einen enormen Schuldenberg angehäuft, der nach Angaben der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich zuletzt 256 Prozent des Bruttoinlandsproduktes ausmachte. So lasse der Staat zum Wohle der "sozialen Stabilität" noch immer zu, dass unrentable Firmen künstlich mit Krediten am Leben gehalten werden,"statt sie pleite gehen zu lassen".

Für neue Unsicherheit dürfte laut Beobachtern der schwelende Handelsstreit mit den USA sorgen. US-Präsident Donald Trump bezeichnete es wieder und wieder als "unfair", dass China mehr Waren in die USA absetzt als umgekehrt.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk24 am 18. Januar 2018 um 09:00 Uhr.

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