Continental bestätigt mögliche Spaltung

Am Abend bestätigt Continental Medienberichte, dass man über eine Veränderung in der Organisation nachdenkt.

Die Aktie des Reifenherstellers und Autozulieferers Continental hat nach Gerüchten über eine mögliche Aufspaltung des Unternehmens einen Rekordstand erreicht. "Ob und welche Änderungen sich aus diesen Analysen und Szenarien ergeben, ist zum heutigen Zeitpunkt noch völlig offen". Zu den Einzelheiten der Sondierungsgespräche äußerte sich der DAX-Konzern nicht. "Von daher liegen auch keine beschlussfähigen Pläne vor", teilte Conti weiter mit. Insidern zufolge könnte ein mögliches Szenario der Aufbau einer Dachgesellschaft und eine separate Börsennotierung der profitableren Geschäftsbereiche sein, hatte es geheißen. Auch könnte es Fusionen von Teilbereichen mit anderen Gesellschaften geben. Vor etwa einem Jahr hatte der Conti-Konzern beschlossen, das Geschäft mit den Antriebssträngen nicht - wie die Wettbewerber Delphi und Autoliv - abzuspalten, sondern im Konzern zu behalten. Am Ende schloss das Papier bei 251 Euro mit 5,37 Prozent im Plus.

Die positive Reaktion der Continental-Eigner kommt nicht überraschend: Insbesondere die unter starkem Wettbewerbsdruck leidende Autobranche prüft, wie sie effizienter werden kann. Dank starker Geschäfte mit Elektronik und Software legte der Umsatz kräftig zu.

Der Konzernumsatz erhöhte sich 2017 um acht Prozent auf 44 Milliarden Euro, wie Conti auf Grundlage vorläufiger Zahlen mitteilte. Die bereinigte Ebit-Marge lag mit 10,8 Prozent etwas über den vom Vorstand prognostizierten 10,5 Prozent.

Für das neue Jahr der Konzern eine Umsatzsteigerung von sieben Prozent auf rund 47 Milliarden Euro an.

"Das vierte Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres ist wie erwartet umsatz- und ergebnisstark verlaufen", ergänzte Finanzvorstand Wolfgang Schäfer. Dies spiegele sich vor allem im steigenden Auftragseingang der Automotive Group wider, der auf mehr als 39 Milliarden Euro geklettert sei. Das entspricht einem Umsatzplus von knapp 7 Prozent.

Mit der Prognose übertrifft Continental die Erwartungen der Analysten. Dabei gilt Conti als vorsichtig bei der Prognose zum Jahresanfang. Continental setzt aber darauf, dass die Verbrennungsmotoren noch lange Geld ins Haus bringen.

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