Deutsche Wirtschaft wächst um 2,2 Prozent

Berlin. Seit acht Jahren wächst die deutsche Wirtschaft.

Dies ist das stärkste Wachstum seit 2011. Volkswirte bei Banken und die wichtigsten deutschen Forschungsinstitute hatten ein etwas stärkeres Wachstum in der Größenordnung von 2,3 Prozent prognostiziert.

Getragen wurde der Aufschwung demnach von der hohen Kaufbereitschaft der Verbraucher, den gestiegenen Investitionen vieler Unternehmen und der Auslandsnachfrage nach Waren aus deutscher Produktion. Auch der Fiskus profitierte von dem Konjunkturboom: Sprudelnde Steuern und Sozialbeiträge sorgten für gut gefüllte Staatskassen. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei das eine Überschussquote in Höhe von 1,2 Prozent.

Der deutsche Staat nahm 2017 das vierte Mal in Folge mehr Geld ein als er ausgab. In den ersten elf Monaten des vergangenen Jahres wurden Maschinen, Autos und andere Waren im Wert von 1,18 Billionen Euro ausgeführt - ein Plus von 6,5 Prozent zum Vorjahr. Angesichts der guten Lage investierten die Unternehmen auch wieder mehr, ihre Ausgaben für Maschinen, Geräte und Fahrzeug erhöhten sich um 3,5 Prozent. Das entspricht einem Plus von 1,2 Prozent des BIP.

Berlin 38 Milliarden Euro Überschuss konnten Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherung 2017 verbuchen. Auch die Baubranche profitierte von anhaltend niedrigen Zinsen und trug mit steigender Auftragszahl zum Wirtschaftswachstum bei. Berücksichtigt man, dass 2017 drei Arbeitstage weniger hatte als 2016, dann summiert sich das Wachstum sogar auf 2,5 Prozent und liegt deutlich über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre.

Ökonomen trauen der deutschen Wirtschaft auch im laufenden Jahr ein kräftiges Wachstum von mehr als zwei Prozent zu.

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