Einzigartige Bestmarken für Thomas Müller und Robert Lewandowski

Bayern-Ausländer: Mit nun 94 Treffern für die Münchner ist Lewandowski vor Arjen Robben ausländischer Rekordtorjäger des FC Bayern in der Bundesliga. Die beiden Offensivstars des FC Bayern verbuchten besondere Tormarken, doch viel wichtiger war der nächste Sieg auf dem Weg zum sechsten Meistertitel in Serie.

"Es ist ein schönes Jubiläum, aber es soll nur ein Zwischenstopp sein, ein paar sollen noch dazukommen", meinte Müller.

Bayern München - Werder Bremen 4:2 (1:1) - 75'000 Zuschauer.

Bayern bleibt in der deutschen Bundesliga das Maß aller Dinge!

Als erst fünfter Bayern-Spieler knackte Nationalstürmer Müller die 100-Tore-Marke in der Liga. "Zu behäbig", fand Bayerns Trainer Jupp Heynckes den Spielaufbau. Dieser hatte aber nur eine Minute Bestand, Lewandowski erhöhte - erneut per Kopf - auf 3:2. Werder war durch Jeromé Gondorf zunächst in Führung gegangen und kam durch ein Eigentor von Niklas Süle zwischenzeitlich zum 2:2-Ausgleich. Werder-Stürmer Max Kruse war dagegen enttäuscht: "Ich glaube, dass wir heute ein gutes Spiel gemacht". Im Endeffekt zählen aber nur die Punkte. Trainer Florian Kohfeldt hatte eine Taktik gewählt, die sich auch nicht viele Abstiegskandidaten zutrauen in München, vor allem nicht solche, die ein Torverhältnis von 8:59 aus den letzten 16 Spielen mitbringen: Kohfeldt ließ seine Mannschaft nicht nur verteidigen, zumindest, soweit das irgendwie möglich war. Klar hatten sie an einer Überraschung geschnuppert, wissen allerdings auch, dass sie die Punkte im Abstiegskampf gegen andere Gegner holen müssen.

Der Nachmittag hatte für sein mutiges Team vielversprechend angefangen: Wie von Kohfeldt angekündigt, stellten die Gäste dem enteilten Tabellenführer "Aufgaben", und sie belohnten sich mit der Führung. Maximilian Eggestein und Kruse legten für Gondorf auf, der sich bei seinem ersten Saisontor gegen Joshua Kimmich durchsetzte und dann auch Sven Ulreich überwand.

Noch vor der Pause schlug Müller zurück. "Wir sind sicherlich noch nicht da, wo wir sein wollen", zeigte sich Müller kritisch. Dann war es soweit: Bei einer James-Ecke war die Werder-Abwehr nicht wach genug, Lewandowski wuchtete den Ball zum 2:1 unter die Latte (63.). Der Poletraf damit auch im neunten Heimspiel der Saison.

Robert Lewandowski hat doppelt zugeschlagen. "Robert hat natürlich eine unglaubliche Klasse, er ist vor dem Tor eiskalt". Am Ende gab es aber einen klaren 4:2-(1:1)-Erfolg.

"Es ist immer schön zu treffen".

Müller erzielte gegen Bremen sein 100.

Allerdings, und das sagte der Offensivstar auch, hatte er damit gerechnet, dass ihm das Aufschließen zu den Klublegenden Gerd Müller (365), Karl-Heinz Rummenigge (162), Roland Wohlfarth (119) und Dieter Hoeneß (102) in dieser Spielzeit gelingt.

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