Euro-Finanzminister peilen weitere Milliarden für Athen an

Die Euro-Finanzminister machen heute den Weg frei für die nächsten 6,7 Milliarden Euro für Athen.

Für Griechenland seien das gute Nachrichten, sagte der neue Eurogruppen-Chef Centeno, der das Treffen erstmals leitete. Damit sollten unter anderem ausstehende Rückstände beglichen werden. Außerdem sollen finanzielle Rücklagen für die Zeit nach dem Hilfsprogramm aufgebaut werden.

Das Land hängt seit 2010 am Tropf internationaler Geldgeber. Im Gegenzug muss das Land etliche einschneidende Spar- und Reformmaßnahmen umsetzen. 2015 vereinbarte die griechische Regierung mit den Euro-Partnern ein drittes Hilfspaket über bis zu 86 Milliarden Euro. Das Wirtschaftswachstum hatte zuletzt wieder leicht angezogen, Experten gehen davon aus, dass Griechenland nicht die gesamte Kreditsumme benötigen wird. Unter anderem ist darin eine Einschränkung des Streikrechts vorgesehen. In diesem Zusammenhang dürfte auch die Debatte um mögliche Schuldenerleichterungen noch einmal an Bedeutung gewinnen.

"2018 wird für Griechenland ein entscheidendes Jahr werden", meinte EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici. Die lange Zeit der Abhängigkeit von Finanzhilfen nähere sich dem Ende.

Ziel des Programms ist dabei die Wiederherstellung der Wirtschaft des Landes sowie des Vertrauens der Investoren, damit Griechenland sich wieder selbstständig auf den Finanzmärkten finanzieren kann.

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