Finale Runde im Bieterrennen um Niki

Wer im Bieterwettstreit des Rennen macht, ist noch offen.

Die Frage ist, ob es bei dem geplanten Verkauf von Niki an den britisch-spanischen IAG-Konzern bleibt oder ob ein anderer Bieter den Zuschlag erhält. Wer Niki kaufen darf, blieb zunächst unklar. Die Eröffnung des zweiten Hauptverfahrens war vom deutschen Insolvenzverwalter Lucas Flöther scharf kritisiert worden, weil es den Deal mit der IAG gefährde. Ungeachtet dessen eröffnete das österreichische Landgericht Korneuburg ein Hauptinsolvenzverfahren.

Die International Airline Group (IAG) bzw. deren Billigflugtochter Vueling hat Donnerstag und Freitag auf ihr unverändertes Interesse zur Übernahme wesentlicher Niki-Teile verwiesen, allerdings auch auf eine umgehende Entscheidung gedrängt. Damit hatten Bieter erneut eine Chance, ein Angebot zu unterbreiten. Zuvor hatten IAG und Vueling für einen Kaufpreis von 20 Millionen Euro den Zuschlag erhalten. Von einem zugesagten Massedarlehen von IAG an Niki wurden in den ersten Tagen nach Abschluss des Kaufvertrags vom 29. Dezember bereits drei Millionen Euro verbraucht. Der neue Eigentümer soll maximal 15 Airbus-A320-Maschinen sowie Landerechte an mehreren Flughäfen - darunter Wien, Düsseldorf, München, Palma de Mallorca oder Zürich bekommen. Es geht vor allem um die Zukunft der Mitarbeiter. Das finanzstarke Unternehmen habe ein Konzept vorgelegt, dass die Mitarbeiter überzeugt habe. "Wir glauben, wir sind das Beste für Niki, wir bieten Sicherheit", sagte auch Walsh. Jänner innerdeutsche Flüge in Konkurrenz zu Lufthansa aufgenommen und will bis Ende 2018 rund 25 Maschinen alleine vom Flughafen Berlin-Tegel aus einsetzen.

Auch müssten Lauda und Condor beziehungsweise ein anderer, bislang unbekannter Käufer nicht nur für Niki in die Tasche greifen, sondern auch Vueling auslösen. Aktuell ist Niki am Boden. Ursprünglich sollte die deutsche Fluggesellschaft Niki übernehmen. Davor hatte die EU-Kommission den Verkauf von Niki an die Lufthansa wegen kartellrechtlicher Probleme verboten. Innerhalb der Air-Berlin-Struktur galt Niki als Perle, war bis zuletzt profitabel. Allerdings, schränkt Weitzmann ein, spreche einiges für Österreich, weil dort nun mal der Mittelpunkt der hauptsächlichen Niki-Interessen (Comi) liegt.

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