Frankreich: Ermittlungsverfahren gegen Apple wegen möglicher Verbrauchertäuschung

Wegen der Leistungsdrosselung bei älteren iPhone-Modellen droht Apple juristischer Ärger in Frankreich: Die Oberstaatsanwaltschaft leitete Vorermittlungen gegen den US-Konzern ein.

Die französische Justiz reagiert damit auf eine Anzeige der Verbraucherschutz-Organisation Hop ("Halte à l'obsolescence programmée", auf deutsch: "Stopp der programmierten Produktalterung").

Die DGCCRF ermittelt weiteren Berichten zufolge auch wegen Verbrauchertäuschung.

Von Apple inzwischen bestätigte Drosselung sorgte für schlechtere Benchmark-Ergebnisse bei iPhone 7 und 6S (Bild: Geekbench). Sie warf Apple vor, die heimliche Drosselung von Geräten mit allmählich schwächeren Batterien absichtlich per Firmware-Update vorgenommen zu haben mit dem Ziel, mehr neue Geräte zu verkaufen. "Die Entscheidung der Staatsanwaltschaft war extrem schnell", sagte er. Abhängig von ihrem Ergebnis könnte der Fall zu den Akten gelegt werden - oder einem Ermittlungsrichter für eine gründliche Untersuchung übertragen werden. Der eingebaute Verschleiß ist in Frankreich strafbar. Sie soll untersuchen, ob der Konzern eine Strafzahlung leisten muss. Wer die Lebensdauer von Produkten absichtlich verkürzt, kann mit einer bis zu zweijährigen Haftstrafe und 300.000 Euro Geldstrafe rechnen.

In den USA darf sich Apple seit einiger Zeit nun auch mit Sammelklagen herumschlagen, die bis zu 999 Milliarden US-Dollar verlangen, was aber derzeit nicht unbedingt neu ist und bereits Ende 2017 angestossen wurde.

Ausgabe: