Frankreichs Regierung kündigt Tempo 80 auf Landstraßen an

Natürlich gibt es Kritik, von Konservativen und Automobilclubs. Doch die französische Regierung lässt sich nicht beirren und verkündet ein Tempolimit von 80 Km/h auf Landstraßen - und hat dafür gute Gründe.

Um die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle zu reduzieren sollen Frankreichs Autofahrer ab Juli auf bestimmten Landstraßen langsamer fahren

Pläne für ein Tempolimit von 80 Stundenkilometern auf Landstraßen sorgen in Frankreich für Streit: Widerstand gegen die neue Höchstgeschwindigkeit kommt von den Konservativen und von Automobilverbänden. 2016 sind in Frankreich 3.477 Menschen bei Verkehrsunfällen gestorben - die Zahl sei zuletzt drei Jahre in Folge wieder gestiegen, erklärte der Premier. Es geht um Straßen, bei denen es zwischen den beiden Fahrtrichtungen keine trennenden Elemente wie Leitplanken gibt. Rund 400.000 Kilometer Straßen sind davon betroffen. Die Mitte-Regierung plant, die Geschwindigkeitsbegrenzung auf Landstraßen ohne Fahrbahntrenner von 90 Stundenkilometern auf 80 abzusenken, um die Zahl der Verkehrstoten zu senken. Er versprach, dass eventuelle zusätzliche Strafeinnahmen durch das neue Tempolimit in einen Fonds fließen sollen, der Einrichtungen zur Versorgung von Verkehrsopfern finanziert. Auch in der Bevölkerung ist die Maßnahme alles andere als beliebt: Laut einer Umfrage sind 59 Prozent der Franzosen gegen die Absenkung der Höchstgeschwindigkeit. Er fügte hinzu: "Wenn ich unpopulär sein muss, um Leben zu retten, dann akzeptiere ich das".

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