Gerüchte über Aufspaltung von Continental beflügeln Aktienkurs

Zuletzt stand das Papier knapp darunter, wobei das Plus immer noch annähernd fünf Prozent betrug. Mit einer Aufspaltung würde Continental dem Beispiel von Zulieferern wie Delphi und Autoliv folgen.

In Börsenkreisen wird über ein solches Szenario bereits seit geraumer Zeit spekuliert.

Der Reifenhersteller und Automobilzulieferer Continental steht möglicherweise vor einer der größten Umwälzungen seiner Unternehmensgeschichte.

Angesichts des Wandels der Autobranche hin zu Elektroautos hatte Conti bereits vor einem Jahr eine Neuausrichtung des Geschäftsfelds für Verbrennungsmotoren angekündigt. Die Autoliv-Aktien haben seither um rund ein Fünftel zugelegt. Das zweite Unternehmen trägt den Namen Aptiv und fokussiert sich auf innovative und vernetzte Mobilitätslösungen. Diskutiert werde auch eine Aufspaltung, hieß es unter Berufung auf Insidern. Die Aktie des Autozulieferers schießt in die Höhe. Den Umsatz wollen die Hannoveraner 2018 um knapp 7 Prozent auf rund 47 Milliarden Euro steigern, wie das Dax-Unternehmen am Dienstag auf der Technologiemesse CES in Las Vegas mitteilte. Gegen 15 Uhr notierte sie noch mit gut vier Prozent im Plus bei 248,10 Euro. Damit waren sie in dem deutschen Leitindex der mit Abstand stärkste Wert. Die Schaefflers besitzen rund 46 Prozent an Conti. Die Anteile des französischen Reifenherstellers Michelin verteuerten sich um 1,77 Prozent. "Wir haben damals unter vielen Möglichkeiten auch ein Herausschälen des Geschäfts nicht ausgeschlossen", sagte der Insider. Laut den informierten Kreisen befinden sich die Pläne noch in einem sehr frühen Stadium. Ein Continental-Sprecher sprach gegenüber der Agentur von "Spekulationen" und wollte die Sache nicht kommentieren.

Die ausführlichen Geschäftszahlen für das abgelaufene Jahr veröffentlicht Conti am 8. März. Conti konzentriert sich derzeit stark auf Zukunftsfelder wie Elektronik und Sensoren. Continental-Chef Elmar Degenhart hatte im November einen guten Jahresschluss versprochen.

Derweil hat der Konzern im vergangenen Jahr weiter von einer robusten Autokonjunktur profitiert. Der Ausblick auf 2018 dürfte indes wie üblich vorsichtig ausfallen, schätzen Analysten.

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