Gestohlenes Nolde-Bild ohne Lösegeld zurückgegeben

Kiel - Nach einer gescheiterten Lösegeld-Erpressung haben die Täter ein 2014 aus einer dänischen Kirche gestohlenes Gemälde von Emil Nolde (1867-1956) ohne Zahlung zurückgegeben.

Das auf einen Wert von 1,3 Mio. Im März 2014 war das Gemälde aus der Kirche in Ølstrup bei Ringkøbing entwendet worden. Zunächst gab es keine heiße Spur. Ein Erpresser (Pseudonym "Kulturfreund") wandte sich 2016 an die Nolde Stiftung: Für eine "Aufwandsentschädigung" von 130 000 Euro - zehn Prozent des Schätzwertes - würde er das Bild zurückgeben. Die Nolde-Stiftung Seebüll schaltete die Polizei ein.

2014 gestohlen - jetzt wieder da.

Die Fahnder bekamen schließlich bei ihren Ermittlungen einen Hinweis auf eine Anwaltskanzlei in Schleswig-Holstein. Nach intensiven Verhandlungen mit der Staatsanwaltschaft Flensburg vermittelte er die Rückgabe des Gemäldes. Die sei am 22. Dezember 2017 über einen Rechtsanwalt in Gegenwart der Polizei und einer Mitarbeiterin der Nolde-Stiftung Seebüll erfolgt. Ein fast Happy-End also: Bild wieder da - Täter aber weiter unbekannt.

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