Haarausfall – Das Problem früh am Schopf packen

Haarausfall ist für 60 bis 80 Prozent der Männer in Europa kein unbekanntes Problem. In den allermeisten Fällen ist Haarausfall erblich bedingt, das heißt dann im konkreten: Glatzenbildung, die meist mit Geheimratsecken und Tonsurbildung beginnt. Jeder vierte Patient sucht nach Behandlungsmöglichkeiten

Haarausfall ist für 60 bis 80 Prozent der Männer in Europa kein unbekanntes Problem. In den allermeisten Fällen ist Haarausfall erblich bedingt, das heißt dann im konkreten: Glatzenbildung, die meist mit Geheimratsecken und Tonsurbildung beginnt. Jeder vierte Patient sucht nach Behandlungsmöglichkeiten.

 Bereits fortgeschrittenen Haarausfall können Mediziner nicht wieder Rückgängig machen, jedoch kann der Patient vorbeugende Maßnahmen ergreifen und dem Verfall der Haare entgegenwirken. Neben Lösungen und Tabletten forschen Wissenschaftler an weiteren Methoden, um den Haarausfall zu stoppen.

Die Leitende Oberärztin der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Charitè in Berlin, Ulrike Blume-Peytavi, sieht interessante Ansätze der Forschung, die in ersten klinischen Studien erforscht werden. Erhofft werden Therapien, die neues Haar wachsen lassen und die Glatzenbildung sogar von vornherein verhindern.

 Bei genetisch bedingtem Haarausfall, medizinisch auch androgenetische Alopezie genannt, sind die Haare empfindlich gegenüber einem Abbauprodukt des männichen Hormons Testosteron, Dihydrotestosteron (DHT). Die Haarwurzeln beginnen zu verkümmern und immer dünner und Kürzer werdendes Haar zu Produzieren. Die Gene bestimmen dabei, wann dieser Prozess beginnt. Die Haare am Hinterkopf bleiben meist Immun gegenüber der Wirkung von DHT, somit bleibt oftmals eine Halbglatze oder ein Haarkranz stehen. Welche Haarwurzeln direkt betroffen sind, bleibt dabei genetisch vorbestimmt.

 Nicht nur Männer leiden unter Haarausfall, auch bis zu 40 Prozent der Frauen sind betroffen. Bei Frauen sind in der Regel weniger Follikel einer Kopfregion betroffen. Ihr Haar wird dünner, meist am Scheitel, aber eine Glatzenbildung bleibt aus.

Betroffene sollten so früh wie möglich einen Dermatologen aufsuchen. Im Anfangsstadium des Haarausfalls kann eine Therapie weiteren Haarverlust verhindern.

Methoden zur Analyse der Haare gibt es zahlreiche:

  • Blickdiagnose: Der Hautrazt beurteilt die Haare und die schütteren Stellen und erkennt, ob auch Nägel und die Kopfhaut von Schäden betroffen sind, außerdem kann er mit einer Lupe erkennen, ob und wieviele Haarfolikel auf der Kopf übrig sind
  • Zupftest: Durch zupfen einzelner Haare stellt der Dermatologe fest, wie viele Haare sich schmerzlos lösen lassen
  • Haarwurzelanalyse (Trichgramm): Durch die Analyse einzelner Haare lässt sich feststellen, in welchem Stadium des Wachstums sich die Haare befinden und welche Schäden sie haben
  • Gewebeprobe der Haut: Eine Kopfhautbiopsie ist in bestimmten Fällen von Haarausfall notwendig, um eine geeignete Therapie zu bestimmen
  • Blutuntersuchung: Ein Bluttest ist Sinnvoll, wenn der Verdacht von Mineralstoffmangel naheliegend ist.

 

Quellen:https://www.doktorabc.com/de

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