Insolvenzverfahren von Niki soll in Österreich laufen

"Diese Eröffnung widerspricht der Europäischen Insolvenzordnung".

Sollte aber ein neuer Insolvenzverwalter eingesetzt oder der deutsche Insolvenzantrag zurückgezogen werden, kann Vueling den Kredit zurückfordern.

Nun ist es fix: Die Air Berlin-Tochter Niki hat nun offizielle Insolvenz angemeldet. Der KSV1870 schreibt dazu: "In Deutschland ist zwar der Kompetenzstreit über die Frage der Zuständigkeit des deutschen oder österreichischen Insolvenzgerichts noch nicht endgültig entschieden, doch unabhängig von dieser Entscheidung ist das Unternehmen nunmehr offenbar selbst der Auffassung, dass die österreichische Zuständigkeit zumindest für ein Sekundärverfahren gegeben ist". Bisher sei der Antrag nicht eingegangen.

Gemäß den vorgelegten Unterlagen wären vom heimischen Insolvenzverfahren laut AKV 58 Gläubiger und laut KSV1870 56 inländische Gläubiger mit zusammen 1,3 Millionen Euro an Forderungen betroffen. Fairplane will die Rechte der Fluggäste vertreten, die noch im Vorjahr Flugtickets gebucht hatten und nun die bezahlten Tickets zurückerstattet haben wollen.

Der in Deutschland bestellte Niki-Insolvenzverwalter Lucas Flöther hat gemeinsam mit dem Unternehmen einen Antrag auf ein Sekundärinsolvenzverfahren für Niki in Österreich gestellt.

Der britisch-spanische Luftfahrtkonzern IAG mit seiner Billigtochter Vueling will trotz des Rechtsstreits um die Insolvenz-Zuständigkeit am Kauf von Niki-Teilen festhalten. Sernetz geht davon aus, dass ein österreichischer Masseverwalter kein Interesse daran hätte, den Deal platzen zu lassen. Den letzten Zug hat der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe. Das Landgericht Berlin hat die NIKI-Argumentation, sie hätte ihren Geschäftsmittelpunkt in Berlin, abgeschmettert.

Bei der Air-Berlin-Tochter Niki laufen trotz des Streits über das Insolvenz-Verfahren die Vorbereitungen für eine Wiederaufnahme des Flugbetriebs. Das beantragte Sekundär-Insolvenzverfahren sei "teurer und komplizierter" als nötig, sagte Fairplane-Geschäftsführer Andreas Sernetz in Wien. Dies war jedoch an den Bedenken der EU-Wettbewerbsbehörde gescheitert. Eine IAG-Sprecherin erklärte, man werde die Lage nach dem Gerichtsentscheid in Österreich weiter beobachten. Sein deutscher Kollege hat mit dem Billigflieger Vueling einen Kaufvertrag (20 Millionen Euro) über die NIKI-Assets abgeschlossen und 16,5 Mio.

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