JP Morgan mit 24 Milliarden Dollar Gewinn

Schwache Geschäfte im Anleihehandel und eine Sonderbelastung durch die amerikanische Steuerreform haben den Gewinn der größten Bank der Vereinigten Staaten JP Morgan einen Ergebnissturz von mehr als einem Drittel beschert. Das Geldhaus konnte im vierten Quartal massive Belastungen von rund 3,3 Milliarden Dollar wegen Rechtsangelegenheiten durch eine noch höhere Gutschrift infolge der US-Steuerreform überkompensieren.

Die von US-Präsident Donald Trump vorangetriebene Steuerreform schlug mit einer einmaligen Belastung von 2,4 Mrd. Vor diesen Sonderbelastungen erreichte der Gewinn 6,7 Milliarden Dollar bzw 1,76 Dollar je Aktie. Die gesamten Einnahmen der Bank im Quartal - die Erträge - stiegen leicht auf 22,1 Milliarden Dollar. In der kommenden Woche folgen Morgan Stanley (MS 54.2 0.5%), Citigroup (C 75.56 -0.12%), die Bank of America (BAC 30.66 0.36%) und Goldman Sachs (GS 255.13 0.31%). Vor allem im Investmentbanking, zu dem neben dem schwächelnden Handel das Beratungsgeschäft rund um Fusionen, Übernahmen und Börsengängen gehört, habe sich das Institut hervorragend geschlagen.

J.P. Morgan eröffnet den Bilanzreigen der US-Grossbanken.

Die Deutsche Bank, die mit den US-Häusern im Investmentbanking konkurriert, will ihre Jahresbilanz am 2. Februar veröffentlichen.

So wie JP Morgan leiden auch die meisten anderen amerikanischen Banken unter der Steuerreform von Trump - allerdings nur kurzfristig. Mit dem künftig niedrigeren Steuersatz sinkt der Wert dieser Verlustvorträge nun.

Das teilte das Geldhaus aus San Francisco am Freitag mit.

Dazu trug der Sondereffekt aus der Steuerreform 3,35 Mrd. Dass der Gewinn nicht noch stärker stieg, hängt mit den zahlreichen Skandalen zusammen, die die Bank erschüttert haben.

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