Lage an Rhein, Mosel und Saar weiter angespannt

Die Verantwortlichen zeigen sich aber gelassen. Die Pegelstände zahlreicher Flüsse sind dadurch dramatisch angestiegen - besonders kritisch ist die Situation am Rhein in Köln.

Entspannung auch an der Mosel: In Trier fiel der Pegel in der Nacht unter die Sieben-Meter-Marke, wie das Hochwassermeldezentrum Mosel mitteilte. Im Laufe des Tages werden in beiden Städten die Höchststände des Hochwassers erwartet, in Köln mit etwas unter 9 Meter und in Düsseldorf mit etwa 8,30 Meter. Schiffe dürfen nur noch mit verminderter Geschwindigkeit den Rhein durchfahren und auch das Rodenkirchener Hochwasserschutz-Hubtor ist längst geschlossen.

Die hochwassererprobten Experten in den Karnevalshochburgen demonstrierten Zuversicht. Doch so hoch stieg der Rhein nicht an. Aber: Dies sei nicht besorgniserregend. "Sobald der Pegelstand über 8,30 Meter klettert, passiert das", sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei in der Bild-Zeitung.

Für den Abend wurde mit dem Einstellen des Schiffsverkehrs gerrechnet.

In Köln wurden am Nachmittag 8,78 Meter gemessen. In Köln wurden zum Schutz der Altstadt Wände errichtet.

Insgesamt kamen die Städte am Rhein allerdings verhältnismäßig glimpflich durch das aktuelle Hochwasser.

Auch in Düsseldorf stieg der Pegelstand in der Nacht auf 7,25 Meter. In der Stadt lägen 40.000 Sandsäcke bereit.

Am Oberrhein seien die Hochwassermarken 1 am Mittwoch an allen Meldepegeln unterschritten worden, teilte das Hochwassermeldezentrum Rhein am Mittwoch in Mainz mit. So sei eine Schutzwand am sogenannten alten Hafen errichtet worden. Der dazu erforderliche Pegelstand unter 6,95 Metern sei in Trier erreicht, sagte der Leiter des Schifffahrtsbüros in Trier, Klaus Kürten. Für Notfälle hat die Feuerwehr einen Fahrdienst eingerichtet. Seit Tagen liegen Passagierschiffe ebenso wie schwer beladene Güterschiffe in Schutzhäfen. Die deutsche Schifffahrtsbehörde rechnete damit, dass schrittweise alle Sperren auf dem Rhein aufgehoben werden.

Ebenso hatte sich die Lage in Mainz und Wiesbaden zu Wochenbeginn entspannt. Weiter flussabwärts bei Duisburg, Wesel oder Emmerich sei die Lage nicht so angespannt, teilte die Wasserschutzpolizei Duisburg mit.

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