Mehr als 11 000 Metaller warnstreiken im Norden

Am Ausstand sollen sich Mitarbeiter aus Betrieben wie Still, Jungheinrich Thyssenkrupp Marine Systems, Nobiskrug, Norddeutsche Seekabelwerke, Lloyd Werft und Liebherr beteiligen.

Im Tarifstreit in der Metallindustrie hat die Gewerkschaft am Freitag die Autoindustrie in Bayern in die Zange genommen. Die gestrigen Tarifverhandlungen sind ohne Ergebnis vertagt worden. Vor den Werkstoren von A+E Keller in Arnsberg und bei Brökelmann versammeln sich die Streikenden, um ihren Forderungen an die Arbeitgeber Nachdruck zu verleihen. Schichtarbeiter, Eltern junger Kinder sowie pflegende Familienangehörige sollen dann einen Teillohnausgleich erhalten.

In der Tarifauseinandersetzung zwischen der IG Metall und den Metall-Arbeitgebern wird es am Freitag auch zu Warnstreiks bei deutschen Autobauern kommen.

Beteiligt an diesem Warnstreik waren Beschäftigte der Firmen Grüner Systemtechnik, Allgaier, Mahle, Spindelfabrik Süßen, Südrad, Ernst Strassacker, proLOG, proMont, WMF, Rudolf Alber, Saxonia, Heidelberg Manufacturing, Hörauf, MAG I.A.S und Schuler.

Die IG Metall Küste weitet die Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie im Norden aus. Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall bietet stattdessen eine Einmalzahlung von 200 Euro für das erste Quartal 2018 sowie im Anschluss ein Lohnplus von zwei Prozent bis März 2019 an. Über flexible Arbeitszeitmodelle, die es ohnehin bereits in großer Zahl gebe, könne man ja reden, wenn zugleich längere Arbeitszeiten möglich würden. "Wir können nicht alle immer weniger arbeiten und immer mehr verdienen", sagte Generalsekretär Wolfgang Steiger der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Ungeachtet der schwierigen Gespräche im Tarifstreit der Metallindustrie streben Arbeitgeber und Gewerkschaften eine Einigung bis spätestens Anfang des kommenden Monats an. In der Auseinandersetzung geht es um mehr Geld, vor allem aber um eine von der IG Metall geforderte Arbeitszeitverkürzung.

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