Messerattacke in Barmbeker Supermarkt: Angeklagter gesteht vor Gericht

Nach dem grausigen Verbrechen war Ahmad A. von Passanten verfolgt, überwältigt und dabei selbst verletzt worden.

Nach Überzeugung der Anklage wollte er in einem Akt der "Vergeltung" wahllos möglichst viele deutsche Christen töten: Rund fünf Monate nach der islamistisch motivierten Messerattacke in einem Supermarkt im Hamburger Stadtteil Barmbek beginnt am Freitag der Mordprozess gegen den mutmaßlichen Täter.

Ahmad A. hat zu Prozessbeginn gestanden, am 28. Juli 2017 in einem Supermarkt in Hamburg einen Menschen getötet und sechs weitere verletzt zu haben. "Er bekennt sich in allen Anklagepunkten ausdrücklich schuldig", sagte der Anwalt des Angeklagten vor dem Staatsschutzsenat des Hanseatischen Oberlandesgerichts. Die Tat habe einen religiösen Hintergrund gehabt, der zum damaligen Zeitpunkt eine grundsätzliche Bedeutung für den Beschuldigten hatte.

Die Bundesanwaltschaft wirft dem Palästinenser Mord sowie versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung in sechs Fällen vor. Die Ankläger sprechen von Heimtücke und niederen Beweggründen.

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