Mord an Neugeborenem 23-Jährige muss lebenslang in Haft

Eine 23-jährige Mutter ist wegen des Mordes an ihrem neugeborenen Baby vom Landgericht Ravensburg zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Frau das Kind im Mai in der Nähe eines Bauernhofs heimlich zur Welt gebracht und ihm anschließend einen Pfropfen aus Küchenpapier in den Mund gesteckt hatte. Die 23-Jährige sei voll schuldfähig. Nach minutenlangem Kampf sei es auf elende und grausame Weise gestorben, sagte der Vorsitzende Richter. "Das Kind war Störfaktor und musste weg".

Zuvor gab die junge Frau an, das Kind auf der Heimfahrt von einem Urlaub in Österreich am Straßenrand geboren zu haben und es zurückgelassen zu haben, da der Lebensgefährte nichts von der Schwangerschaft erfahren durfte.

Die Staatsanwaltschaft hatte im Vorfeld von einer von einem erschreckenden Ausmaß an "Entsorgungsmentalität" gesprochen. Die Verteidigung hatte sich dagegen für eine Haftstrafe wegen Totschlags von vier Jahren ausgesprochen.

Ausgabe: