Musiker Tom Petty starb an Schmerzmittel-Überdosis

Eine Überdosis an Medikamenten ist die Ursache für den Tod des Musikers Tom Petty im Oktober vergangenen Jahres. Nun haben die Angehörigen des Musikers auf Facebook die Autopsie-Ergebnisse veröffentlicht.

Petty sei an Multiorganversagen gestorben, erklärte die Familie unter Berufung auf den Autopsiebericht, verursacht durch die Vermischung von Medikamentenwirkstoffen. Petty litt demnach an Arteriosklerose, einem Emphysem, einer gebrochenen Hüfte und hatte Knieprobleme. Man habe in seinem Körper die Schmerzmittel Fentanyl und Oxycodon nachgewiesen. Offenbar seien die Schmerzen unerträglich geworden, so dass er versehentlich zu viele Schmerzmittel genommen habe. Kurz vor seinem Tod im Oktober hatte der 66-Jährige erst eine Jubiläumstour mit seiner Band The Heartbreakers zu ihrem 40-jährigen Bestehen beendet.

Pettys Familie hofft, dass die Veröffentlichung des Autopsieberichts eine Diskussionen über den Missbrauch von Opioiden in den USA anstoße: "Viele Leute, die eine Überdosis nehmen, haben wegen einer einfachen Verletzung angefangen, oder sie sehen einfach nicht die Stärke und die möglicherweise tödlichen Folgen dieser Medikamente", sagen Pettys Frau und Tochter. Zu seinen größten Hits zählen "American Girl", "I Won't Back Down", das nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 zu einer Art zweiter Nationalhymne wurde, "Don't Come Around Here No More" und "Free Fallin'". Die USA kämpfen seit einigen Jahren mit einem verheerenden Anstieg der Drogentoten - vor allem durch Heroin und andere Opioide. Dazu gehören auch Mittel, die als Medikamente eingesetzt werden. Durch Schmerzmittelmissbrauch sterben täglich fast 100 US-Bürger - Präsident Donald Trump hat den Gesundheitsnotstand ausgerufen.

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