Neue Dienstwaffe der bayerischen Polizei vorgestellt

Insgesamt rechnet Herrmann mit Gesamtkosten von bis zu 30 Millionen Euro. Ab Herbst wird sie eingeführt, somit Standardbewaffnung von Bayerns Landespolizisten. Rund 35 000 Beamte werden bis 2019 mit der Waffe ausgerüstet sein. Neben dem Kauf von rund 40.000 neuen Dienstpistolen nebst Zubehör, darunter auch Reservewaffen, Trainingswaffen und Schnittmodelle für die Aus- und Fortbildung, gibt es eine Reihe weiterer Projektkosten, etwa für die erforderliche Umrüstung der polizeieigenen Waffenwerkstätten. "Deshalb haben wir von 2015 bis 2018 den Sachhaushalt der Bayerischen Polizei um knapp ein Drittel auf aktuell 384 Millionen Euro erhöht". Alles in allem lässt sich Bayern seine Sicherheit gut 3,4 Milliarden Euro kosten.

"Wichtige Eigenschaften sind ein geringes Gewicht, eine einfache und stresssichere Bedienung und eine flexible Anpassung des Griffstücks", sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Freitag bei der Präsentation. "Dank der hervorragenden Arbeit unserer gut aufgestellten Bayerischen Polizei heißt in Bayern leben, sicherer leben!" Allerdings war der Ankauf neuer Waffen faktisch alternativlos. Heckler & Koch produziert das Vorgängermodell vom Typ P7 bereits seit zehn Jahren nicht mehr. Die Beamten verfügen künftig über 15 Schuss statt bisher acht. Mittlerweile gehen der Polizei die Ersatzteile aus, obwohl sie aus anderen Bundesländern deren Altbestände aufgekauft hat. Mit Blick auf "die anhaltende terroristische Bedrohung" hob Hermann das größere Magazin hervor.

"Eine moderne Ausstattung auf dem neuesten Stand ist eine wesentliche Voraussetzung für eine professionelle Polizeiarbeit", zog Herrmann als Fazit. In der Erprobungsphase unter Leitung des oberfränkischen Polizeipräsidenten Alfons Schieder testeten dabei nicht nur Techniker die vier verschiedenen Modelle, sondern auch 1100 Polizisten. Die SFP9 machte schließlich das Rennen.

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