Nichts als Spekulationen? So wahrscheinlich ist es, dass Apple wirklich Netflix kauft

Nur ein Drittel davon wäre etwa nötig, um sich den Streamingdienst Netflix einzuverleiben, heißt es. Ermöglicht wird dies durch eine Steuerreform, die die US-Regierung Ende 2017 beschlossen hat.

Die beiden Analysten, die die Übernahme-Spekulationen angeheizt hatten, schätzen die Wahrscheinlichkeit einer Netflix-Übernahme durch Apple derzeit auf 40 Prozent. 90 Prozent dieser Riesensumme hat der iPhone- und Mac-Konzern außerhalb der USA gebunkert - und aufgrund der drohenden hohen Steuern kein Interesse daran, das Geld zurückzuholen.

Allerdings spricht neben dem nicht zu unterschätzenden finanziellen Aspekt noch viel gegen eine Netflix-Übernahme. Dass Apple ein großes Unternehmen kaufen sollte, dessen Rendite deutlich unter der eigenen liegt, ist nicht sehr wahrscheinlich. Damit stünden Apple laut den Berechnungen der Citi-Analysten Jim Suva und Asiya Merchant 220 Milliarden Dollar für potenzielle Übernahmen oder Aktienrückkäufe zur Verfügung.

Weitere einigermaßen wahrscheinliche Kandidaten für eine Übernahme durch Apple sind laut den Analysten übrigens Activision, Electronic Arts und Taketwo (jeweils zehn Prozent). Wir erfahren leider schrecklich wenig darüber, wie hier die Wahrscheinlichkeiten berechnet wurden. Deswegen muss sich vermutlich auch jetzt noch niemand wirklich Gedanken über einen anstehenden Netflix-Deal machen, selbst wenn die Nummer bei einem aktuellen Börsenwert für den Streaming-Service von etwa 80 Milliarden Dollar für Apple locker machbar wäre. Aber aktuell haben wir es lediglich mit den Überlegungen einiger weniger Analysten einer Bankengruppe zu tun, also wollen wir die ganze Geschichte mal nicht zu hoch hängen, sondern lediglich im Hinterkopf behalten.

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