Olympia-Aus für Wintersportlegende Björndalen

"Mister Biathlon" kämpft verbissen um die Olympia-Norm. Fakt aber ist: Mit fast 44 Jahren ist Björndalen, sonst Meister der perfekten Vorbereitung auf einen Saisonhöhepunkt, nicht mehr konkurrenzfähig. In Oberhof wurde er am Sonntag nicht mal für die Staffel aufgestellt, obwohl er laufen wollte.

Ursprünglich wollte der Rekordweltmeister und Rekord-Weltcupsieger nach der Heim-WM 2016 in Oslo seine Karriere beenden. Er fühle sich wie ein 20-Jähriger. Zwei Jahre später sieht es nun anders aus.

Denn was fast an Majestätsbeleidigung grenzen würde, könnte bald Realität werden. Seit 1994 war er immer dabei. Doch eine Sonderbehandlung erhält auch die Ikone nicht. Name hin oder her, nur die Leistung zählt. "Es gibt keinen Freifahrtschein für ihn", erklärte Norwegens Biathlonchef Per Arne Botnan. Der Norweger verpasste im Einzelrennen von Ruhpolding als 42. die letzte Chance zur Qualifikation.

Björndalen hätte für das Olympia-Ticket zumindest zweimal unter den besten Zwölf landen müssen, kam aber in der laufenden Saison nie über Rang 18 hinaus. Sechs Athleten dürfen zu den Spielen, vier pro Rennen starten. Einzig beim Staffelsieg in Hochfilzen überzeugte er.

Bei den Meisterschaften sollte Northug eigentlich beweisen, dass er fit genug für einen Platz im starken norwegischen Team ist. Teamkollege Johannes Thingnes Bö hofft noch, dass Björndalen in Pyeongchang ab 9. Februar dabei ist. "Olympia ohne Ole ist kein Olympia", sagte der fünffache Saisonsieger. Aber er weiß besser als jeder andere, was er tun muss.

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