Salmonellen: Babymilchpulver-Werk Lactalis ruft 12 Millionen Dosen zurück

Weltweit wurden mehr als zwölf Millionen Milchpackungen des französischen Herstellers zurückgerufen.

Konzernchef Besnier sagte der Zeitung "Journal du Dimanche", es seien rund 80 Länder betroffen. Die Folgen für die Konsumenten, darunter Babys unter sechs Monaten, seien für ihn Anlass zu "sehr großer Sorge". Den betroffenen Familien versprach der Molkerei-Boss eine Entschädigung.

Der Molkereikonzern Lactalis hatte wegen der Salmonellengefahr bereits im Dezember weltweit tausende Tonnen Babymilch zurückgerufen, nachdem mehr als 30 Babys in Frankreich erkrankt waren.

Der französische Wirtschaftsminister Bruno Le Maire hatte am Freitag bekanntgegeben, dass Lactalis den Rückruf ausweite und alle Produkte aus dem Werk in Craon in Westfrankreich zurücknehmen werde - unabhängig vom Herstellungsdatum.

Mit dieser "radikalen Entscheidung" sollen Verzögerungen und Schwierigkeiten beim Aussortieren vermieden werden, hatte Le Maire gesagt.

In der Produktionsanlage waren Salmonellen des gleichen Typs nachgewiesen worden, der auch bei an Salmonellose erkrankten Babys in Frankreich gefunden wurde.

Konzernchef Emmanuel Besnier hatte sich bislang noch nicht öffentlich zu dem Skandal geäußert. Aktuell gibt es einen Fall in Spanien, ein weiterer in Griechenland muss noch geprüft werden.

Lactalis ist einer der größten Molkereikonzerne der Welt.

Die Salmonellen-Enteritis ist eine infektiöse Durchfallerkrankung aus der Gruppe der sogenannten Salmonellosen.

Hierzulande vertreibt "Lactalis" die Käsemarken Galbani, Président und Salakis.

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