Seltenes Naturschauspiel: 40 cm Schnee in der Wüste Sahara

Schuld daran ist der derzeitige Sonnenschein über Europa.

Auch wenn weiße Weihnachten ein zunehmend seltenes Phänomen zu werden scheinen, ist Schnee an sich für Österreicher doch noch nichts Ungewöhnliches.

Es ist das vierte Mal in 37 Jahren, dass hier, am Tor zur Sahara, Schnee fiel. Aktuell sind die roten Dünen der größten Trockenwüste mit einer zentimeterdicken Schneedecke bedeckt.

Aus der algerischen 30.000-Einwohner-Stadt Ain Sefra in der Sahara unweit der Grenze zu Marokko wurden einer örttlichen Nachrichtenseite zufolge 40 Zentimeter Schneefall in der Nacht zu Sonntag gemeldet. Am Abend begannen die ersten Schneemassen allerdings wieder zu schmelzen.

Die Normaltemperatur in der Gegend liegt im Januar bei sechs bis zwölf Grad. Das Wetterphänomen ist auch eine Folge der Verschiebung von Luftfronten durch den plötzlichen Wintereinbruch im Osten der USA gab - der unter anderem die Niagarafälle gefrieren ließ - und der extremen Hitze in Australien mit Temperaturen von mehr als 45 Grad. In den 39 Jahren davor seit 1979 herrschte hingegen Flaute.

Schnee in der Wüste! Ob die derzeitige Häufung im Zusammenhang mit dem Klimawandel steht, ist bisher noch nicht ausreichend erforscht worden. Anders sieht das für Bewohner von Städten in der Sahara aus.

Ausgabe: