Siemens verliert erneut im Krim-Streit

Das Schiedsgericht in Moskau hat am Mittwoch der Klage der russischen Siemens-Tochtergesellschaft "Siemens Gasturbinen-Technologie" gegen zwei Tochterunternehmen des russischen Konzerns Rostec (OAO "Technopromexport" und OOO "Technopromexport") zur Rückgabe der von ihnen auf die Krim gelieferten Turbinen nicht stattgegeben.

Der Elektrokonzern behält sich nach der neuerlichen Niederlage vor Gericht weitere rechtliche Schritte vor. "Wir haben die Entscheidung des Gerichts zur Kenntnis genommen", erklärte das Unternehmen. Der Konzern sei aber weiter fest entschlossen, seine Interessen zu verteidigen.

Der Rechtsstreit zieht sich seit Monaten hin.

Die russische Staatsgesellschaft Rostec und der Technologiekonzern Siemens schließen trotz des Streits um die Gasturbinen eine neue Partnerschaft - im Bereich Medizintechnik. Dieser Prozess ging verloren - ebenso wie jetzt die Klage der Tochterfirmen SGTT in St.

Siemens war bei Vertragsabschluss 2015 davon ausgegangen, die Technik sei für ein Kraftwerk auf der südrussischen Halbinsel Taman bestimmt, die der Krim gegenüber liegt. Schon damals berichteten Moskauer Medien jedoch, dass die Turbinen auf die Krim gelangen könnten.

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