Studie: Stromausfälle durch E-Autos vorprogrammiert

In einigen Jahren könnte der Punkt erreicht sein, an dem die wachsende Zahl an Elektroautos für Blackouts im Stromnetz sorgen könnten. Die Unternehmensberatung Oliver Wyman sieht dabei den Schwellenwert bei einer E-Auto-Quote von 30 Prozent.

Die Oliver-Wyman-Studie skizziert folgendes Szenario: Im Jahr 2035, so die Annahme, werde mehr als jedes dritte Auto auf deutschen Straßen ein Stromer sein. Die Versorgung mit Energie für Batterieautos könnte mit einer steigenden E-Auto-Quote zum Problem werden.

Zuletzt betrug der Anteil an Elektroautos in Deutschland 1,4 Prozent.

Diese Nachricht wurde am 23.01.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet. Bei einer Ortsnetzgröße von 120 Haushalten würden bereits 36 Elektroautos ausreichen, um das Netz zu überlasten. Je höher die Quote der Fahrzeuge, die am flexiblen Laden teilnehmen, desto geringer die Notwendigkeit für einen teuren Netzausbau. Damit diese vermieden werden, müssten die Betreiber unter den aktuellen Rahmenbedingungen und bei einer Elektrifizierung von 50 Prozent der Automobile bis zu elf Milliarden Euro in den Ausbau ihrer Netze investieren. Ladevorgänge müssten nicht unbedingt in dem Moment starten, in dem das Auto an die Steckdose angeschlossen wird. Dann nämlich, wenn Nutzer von E-Autos ihr Fahrzeug mit Sonnenstrom aus der heimischen PV-Anlage bzw. dem angeschlossenen Batteriespeicher laden und überschüssigen Strom, den sie nicht verfahren, möglicherweise sogar an die öffentlichen Netze abgeben. Die meisten Ladevorgänge verfügen deshalb über eine zeitliche Flexibilität. Der Ladevorgang könne auch später in der Nacht beginnen.

Derzeit mehren sich die Anzeichen dafür, dass die E-Mobilität in den nächsten Jahren in Deutschland ins Rollen kommen könnte.

Zahlreiche Studien zeigen: Elektromobilität auch in großem Ausmaß machbar Österreichische Studien zeigen: Wenn ab sofort rund 20 Prozent aller Autos in Österreich elektrisch fahren, würde der Stromverbrauch um gerade einmal 3 Prozent steigen. Elektromobilität auf lange Sicht: Laststeuernde Maßnahmen sinnvoll Die Ergebnisse einer Studie der TU Graz zeigen ebenfalls, dass eine vollends ungesteuerte Ladung auf lange Sicht zu einer Überschreitung der Anschlussleistung führen kann.

Der Zusatzbedarf elektrischer Energie durch Elektromobilität bleibt bei den angenommenen Szenarien im unteren einstelligen Prozentbereich. Im Falle der Aufbringung des Ladestrombedarfs aus erneuerbaren Energiequellen bedeutet dies ein Einsparungspotenzial von rund 200.000 t Kohlendioxid im Jahr 2020. Im "Handelsblatt" betonte sie, dass nicht der zusätzliche Strombedarf, sondern die möglichen Lastspitzen ein Problem werden könnten.

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