Terrorverdächtiger (17) verbrennt zwei Beamte im Knast mit heißem Wasser

Iserlohn - Bei einem Zwischenfall in der Justizvollzugsanstalt Iserlohn sind zwei Vollzugsbeamte verletzt worden. Die Männer (32, 42) erlitten schwere Verbrennungen und mussten mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik nach Bochum geflogen werden. Weil er versucht haben soll, sich Waffen und Sprengstoff zu beschaffen, wird ihm die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat zur Last gelegt.

► Im Sommer 2016 wurde der mutmaßliche Gefährder festgenommen. "Doch der zuständige Richter hat darauf bestanden, dass er die Verweigerungshaltung aufgeben solle". Es werde von einem "islamistisch motiviertem Hintergrund" ausgegangen. Gegen 10.15 Uhr betraten die beiden Justizbeamten die Zelle des mutmaßlichen Gefährders. Am 5. Dezember hat sein Prozess begonnen. Güttler zu BILD: "Er verweigerte, seinen Haftraum zu verlassen". Auch sein Betreuer, mit dem er sich gut verstand, konnte ihn nicht davon überzeugen.

Für die beiden Beamten kam der Angriff ziemlich überraschend.

Dem Bericht zufolge soll der 17-Jährige einen Wasserkocher in seinem Haftraum benutzt haben, um das Wasser zu erhitzen.

Laut JVA-Leiter Güttler habe nichts auf die Attacke hingedeutet.

Man könne nicht die Wasserkocher nun nicht generell verbieten. Trotz des Vorfalls wurde er nach Dortmund zum Gericht gebracht.

Ein Insasse habe am Donnerstagmorgen in der JVA mit heißem Wasser gespritzt, sagte der Sprecher des Justizministeriums, Peter Marchlewski, am Abend. Für uns ist klar, dass Angriffe auf Polizisten, Feuerwehrleute oder Justizvollzugsbedienstete auf derselben staatsfeindlichen Grundhaltung beruhen.

Die Polizei nahm die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung auf.

Das berichtet die "Bild"-Zeitung". In der JVA wurden nach dem Vorfall die Mitarbeiter in einer außerordentlichen Versammlung informiert. Er wurde mittlerweile in die Jugendhaftanstalt Herford verlegt.

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